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Österliche Traditionen im Antholzer Tal
Endlich naht Ostern! Viele der bunten Südtiroler Osterbräuche stammen aus dem Volksglauben oder haben heidnische Wurzeln.
Erster Termin: Palmsonntag, eine Woche vor Ostern. Am Palmsonntag sollte man früh aus den Federn, denn wer als Letzter sein Bett verlässt, ist der „Palmesel“. Zudem tragen Kinder ihren Palmbesen zur Weihe, einen mit Bändern und Ostereiern geschmückten Strauß aus Olivenzweigen, Weidenkätzchen und Forsythien, befestigt auf einem langen Stab. Bei starken Gewittern verbrennt man diese trockenen Zweige in der Hoffnung, Gott möge seine schützende Hand über Haus und Hof legen. Ans Ostereierfärben geht es am Gründonnerstag, denn am Ostersonntag muss man sich beim Preisguffen oder Hecken (auch Pecken genannt) behaupten: Dabei schlagen zwei Gegner ihre Ostereier mehrmals mit der spitzen oder stumpfen Seite gegeneinander, wobei nur das heil gebliebene Ei gewinnt! Kinder freuen sich an Ostern vor allem über ihre Patengeschenke, immer begleitet vom Fochaz, dem Osterkranz aus süßem Hefeteig. Gern besuchte Veranstaltung rund um die Osterfeiertage in Südtirol sind das Ostereiersuchen im Volkskundemuseum in Dietenheim, unweit des Antholzer Tales.
Foto: shutterstock
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